4 Maßnahmenableitung, Dokumentation & Evaluation Dr. Sandra Wolf Psychische Belastungen am Arbeitsplatz. EU-Richtlinie 89/391/EWG als Grundlage des ArbSchG.
Arbeitgeber haben die Pflicht, für ihr Unternehmen eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Der Bundesrat hat ein Gesetz verabschiedet, das klar stellt, dass die Gefährdungsbeurteilung auch psychische Belastungen bei der Arbeit umfasst. Grundlage für die Gefährdungsbeurteilung ist das Arbeitsschutzgesetz.

Das Arbeitsschutzgesetz -ArbSchG-verpflichtet alle Arbeitgeber, die Gefährdungen der Beschäftigten bei der Arbeit zu beurteilen, ggf. Methoden und Instrumente der psychischen Gefährdungsanalyse. Die Grundlage der Gesetzeslage bildet die Richtlinie der EU 89/391/EWG, die 2008 in Kraft getreten ist. Agenda 21.11.2014 2 „Wir haben hier keine Psyche!“ 1 Psychische Auswirkungen von Arbeit auf den Menschen. Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen sowie das Ergebnis zu dokumentieren. So lässt sich feststellen, welche Arbeitsschutzmaßnahmen erforderlich sind. Psychische Belastungen sind in gleicher Weise zu beurteilen und mit Maßnahmen zu minimieren wie körperliche Belastungen. 3 Vorgehensweise, Qualitätsmerkmale und Umsetzung. 6: psychische Belastung bei der Arbeit“ ergänzt. In Teil 1 wird der rechtliche Rahmen dargestellt, in dem sich die psychische Gefährdungsbeurteilung bewegt. Gleichzeitig wird § 5, Absatz 3 durch „Nr. Diese schreibt die Verpflichtung des Arbeitgebers vor, für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer in Bezug auf alle Aspekte, die die Arbeit betreffen, zu sorgen. Oft geht die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung am Arbeitsplatz (GBpsych) / Psychischen Gefährdungsbeurteilung PGb auf Unternehmerseite mit der Befürchtung einher, dass die Beurteilung psychischer Gefährdungen mit konfliktbeladenen Diskussionen und schwer zu erfüllenden Forderungen einhergeht, man die Büchse der Pandora öffnet. Psychische Belastung bei der Arbeit umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher psychisch bedeutsamer Einflüsse, etwa die Arbeitsintensität, die soziale Unterstützung am Arbeitsplatz, die Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit, aber auch Umgebungsfaktoren wie Lärm, Beleuchtung und Klima. Mit dieser Änderung ist die Beurteilung psychischer Belastungen auf eine feste gesetzliche Grundlage gestellt. Sie erfahren, welche gesetzlichen Regelungen es gibt und welche Vorschriften Sie einhalten müssen.